Internationale Gäste bei IFSYS

International ging es in den letzten Monaten bei der IFSYS GmbH zu. Denn mit dem Chinesen Xu Jiajia und dem US-Amerikaner Alexander Lingard hatte die Firma gleich zwei Gäste aus dem Ausland. Lingard studiert an der Fachhochschule Würzburg/Schweinfurt Wirtschaftsingenieurwesen und absolvierte im Rahmen dessen ein sechswöchiges Praktikum in Großbardorf. „It was fantastic, es war toll“, so der 27-Jährige, der 2012 nach Deutschland gekommen und über die Universitäten Oldenburg und Hamburg in Unterfranken gelandet ist. In drei Bereichen hat der US-Amerikaner bei IFSYS Erfahrungen gesammelt, in der Vormontage, Konstruktion und Montage gearbeitet. Auch, wenn er als angehender Wirtschaftsingenieur eher theoretisch veranlagt ist, sagt der Student: „In der Montage hat es mir sehr gut gefallen. Es ist immer etwas zu tun und man muss immer wieder für kleinere Probleme Lösungen finden.“ Zuvor hatte Lingard bereits mehrere Praktika in größeren Firmen absolviert, jedoch noch keine Erfahrungen im Bereich Fertigung gesammelt. Nationenübergreifende Kontakte sind für den jungen Mann aus Nebraska nichts Neues, seine Partnerin ist Deutsche, in Schweinfurt hatte er bereits mit einem Mexikaner in einer Wohngemeinschaft gelebt, heute teilt er sich sein Zuhause dort mit einem Italiener. Und für die Zeit in Großbardorf mit Xu Jiajia, der für neun Wochen bei der IFSYS GmbH hospitiert hat. Gemeinsam waren die beiden in einer Ferienwohnung im benachbarten Großeibstadt untergebracht. „Die Küche ist sehr unterschiedlich“, sagt Alexander Lingard augenzwinkernd, ansonsten habe man sich toll verstanden. Der 38-jährige Chinese „Jerry“, wie er im Grabfeld getauft wurde, ist in seiner Heimat für die JOPP-Gruppe in Suzhou tätig und war zur Einarbeitung zu Gast bei IFSYS, wo er in der Programmierung, Elektrofertigung und Elektrokonstruktion eingesetzt wurde. „Ich habe sehr viele unterschiedliche Bereiche kennengelernt, das war gut“, so der Asiate, der seit Ende letzten Jahres für JOPP arbeitet. „Es ist gut für mich, auch zu wissen, wie die Menschen in Deutschland denken“, verweist er auf die von immer größerer Bedeutung werdenden internationalen Kontakte. Unterschiede zwischen dem deutschen und dem chinesischen Vorgehen hat er rasch ausgemacht: „In Deutschland wird immer alles genau geplant und Schritt für Schritt gemacht, das ist meistens auch gut so. In China wird flexibler gearbeitet.“ Während er sich an den deutschen Lebensstil schnell gewöhnen konnte – die Worte „Bier“ und „Wurst“ sind zwei der wenigen, die Jiajia sicher in der Landessprache beherrscht – hatte er mit einer Umstellung zunächst doch kleinere Probleme: „Es war sehr leise. In China herrscht immer Lärm. Am Anfang habe ich gedacht: ‚Da stimmt doch etwas nicht‘. Aber zum Schluss fand ich es sehr angenehm.“